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27.10.2023

Personalaufwand steigt um drei Millionen Franken an

Mittelfristig wird die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri den Steuerfuss erhöhen müssen. Vorerst bleibt er auf 93 Prozent.


Schulpräsident Michael Stäheli-Engel, Severin Gutjahr-Preisig und Samuel Oberholzer informierten zum Budget 2024.

Thurgauer Zeitung online: 26.10.2023 / Manuel Nagel

Vergleicht man die Budgetzahlen von 2024 mit dem Vorjahr, so ist der Anstieg markant. Sowohl Gesamtertrag wie Gesamtaufwand fallen etwa 3,5 Millionen Franken höher aus. Konkret stehen 40,71 Millionen Einnahmen 41,26 Millionen Ausgaben gegenüber, was ein Minus von rund 550000 Franken ergibt.

Schulpräsident Michael Stäheli-Engel erklärt dies mit dem um knapp drei Millionen gestiegenen Personalaufwand. Dabei sind Pensenerhöhungen bei der Schulverwaltung, Hauswartung, bei den Schulleitungen und auch die Neueinstufung von Lehrpersonen im Kindergarten, der alljährliche Stufenanstieg sowie die Eröffnung zweier Klassen.

Zudem fällt auch der Ausbau der schulergänzenden Betreuung (SEB) ins Gewicht, sowohl beim Personal- wie beim Sachaufwand, der ebenfalls etwas mehr als eine halbe Million höher ist als noch im Budget 2023. Da spielen aber auch die höheren Energiekosten eine Rolle.

Bei den immer schwer abzuschätzenden Steuereinnahmen geht die VSG für das Jahr 2024 von rund einer Million weniger aus als beim letzten Budget prognostiziert, was jedoch wiederum mit einem fast exakt um vier Millionen Franken höheren Ertrag beim kantonalen Finanzausgleich aufgefangen wird. In dieser Summe sind auch Beiträge des Bundes und der politischen Gemeinden enthalten, um die SEB teilweise zu finanzieren, doch laut Michael Stäheli fliessen dennoch jährlich rund 400000 Franken Verlust bei diesem Posten in die Rechnung.

Trotz dieses Defizits wird die Behörde an der Schulgemeindeversammlung am 27. November, um 19.30 Uhr in der Aula der Sek Egelmoos, einen unveränderten Steuerfuss von 93 Prozent vorschlagen. «Weil die Schule noch über genug Eigenkapital verfügt», erklärt Michael Stäheli. Man wolle nicht Steuern auf Vorrat einnehmen. Betrachtet man aber den Finanzplan bis ins Jahr 2028, so wird deutlich, dass mit den geplanten Bauprojekten in Hemmerswil, Sommeri und Hefenhofen eine Steuererhöhung unumgänglich sein wird. Denn würde man all die Jahre den Steuerfuss unverändert lassen, läge die Eigenkapitalquote von derzeit 40 Prozent in drei Jahren unter zwölf Prozent, was nicht mehr ausreichend wäre. «Wir werden also voraussichtlich 2025 mit dem Steuerfuss rauf», sagt der Schulpräsident.

Die Alternative zur Steuerfusserhöhung sei eigentlich nur der Verzicht auf die SEB oder auf Bauprojekte, doch angesichts der steigenden Schülerzahlen und des bereits jetzt fehlenden Schulraums fände er das sehr ungünstig, sagt Michael Stäheli.