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Projektwettbewerb Neubau Schulhaus Hemmerswil
Medienmitteilung
Der Projektwettbewerb für den Neubau der Schulanlage Hemmerswil ist entschieden. Das Büro Diagonal Architekten AG aus Winterthur zusammen mit Chaves Biedermann Landschaftsarchitektur aus Frauenfeld gewinnt den Wettbewerb mit ihrem Projekt «TERZO». Alle eingereichten Wettbewerbsprojekte können am Freitag, 27. Oktober und Samstag, 28. Oktober in der Turnhalle Hemmerswil besichtigt werden.
Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri veranstaltete einen Wettbewerb für Teams von Architekten und Landschaftsarchitekten für den Neubau des Schulhauses Hemmerswil. Diesem Wettbewerb vorausgegangen war eine Phase intensiver Abklärungen, wobei verschiedene Varianten von Sanierungen, Erweiterungs- oder Neubauten geprüft wurden.
Das aktuelle Schulhaus Hemmerswil entspricht nicht mehr den heutigen und künftigen pädagogischen, räumlichen und baulichen Anforderungen. Es wird immer schwieriger, einen zeitgemässen und modernen Schulunterricht aufrecht zu erhalten. Überdies weist das Gebäude erhebliche bautechnische Mängel auf, welche nur mit grossem Aufwand zu beheben sind. Dazu kommt, dass aufgrund der wachsenden Anzahl Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen, der vorhandene Bestand der Schulräume für die Zukunft nicht mehr ausreichend sein wird.
Die heutigen Ansprüche an einen Schulstandort erfordern zeitgemässe Räume für textiles Werken, technisches Werken, Bibliothek, Mehrzweckraum sowie eine Sporthalle mit Nebenräumen. Auch soll am Schulstandort Hemmerswil in Zukunft eine Tagesbetreuung für die Schülerinnen und Schüler angeboten werden.
Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri ging aufgrund der Voruntersuchungen davon aus, dass ein Neubau für das Schulhaus Hemmerswil erforderlich sei, weil die Bedürfnisse eines zeitgemässen Schulbetriebs nicht mehr mit dem bestehenden Schulhaus abgedeckt werden können. Es blieb aber den Teilnehmenden überlassen, ob sie die bestehende Bausubstanz, bzw. Teile davon, im Sinne der Nachhaltigkeit in ein Neubauprojekt integrieren.
Anspruchsvolle Aufgabenstellung
Das Raumprogramm umfasst die Schulräumlichkeiten für zehn Klassen, inkl. Tagesstruktur, Werkräumen, einer Zweifachturnhalle und einen Mehrzweckraum. Letztere sollen auch für Vereine und das umliegende Quartier zur Verfügung stehen. Insbesondere wurde auch verlangt, dass moderne pädagogische Lernkonzepte in den neuen Räumlichkeiten umgesetzt werden können. Dies setzt eine hohe Flexibilität der Raumstrukturen voraus, welche die Einrichtung verschieden kombinierbarer Lernlandschaften ermöglichen. Ferner soll eine grosszügige und attraktive Freiraumgestaltung die Aussensportanlagen und den bestehenden Kindergarten einbeziehen.
Gelungene Umsetzung
Insgesamt gingen dreizehn Projektvorschläge ein, welche nach einer Vorprüfung von der Jury unter dem Vorsitz von Michael Stäheli-Engel beurteilt wurden. Das hohe Niveau der Projektvorschläge zeugte von einer intensiven Auseinandersetzung der Planungsteams mit den Programmvorgaben. Eine Teilintegration der bestehenden Bausubstanz wurde von drei Projektverfassern vorgeschlagen, insgesamt vermochten diese Projekte aber aufgrund funktioneller Mängel nicht zu überzeugen.
Nach zwei Jurytagen mit ausführlichen Diskussionen wurde einstimmig das Projekt «TERZO» von Diagonal Architekten AG und Chaves Biedermann Landschaftsarchitekten zum Sieger gekürt und zur weiteren Bearbeitung empfohlen.
Das Beurteilungsgremium würdigte das Projekt wie folgt:
Die Anlage ist als zwei- bzw. dreigeschossiges Gebäude angesetzt: im oberen die Schulcluster, im unteren die Spezialbereiche. Dieser pädagogische Ansatz, wird in der Folge sowohl städtebaulich, strukturell als auch architektonisch gut umgesetzt. Das diesem Konzept immanente grossflächige und zwei- bzw. dreigeschossige Bauvolumen kann gut am östlichen Rand des Areals gesetzt werden. Es lässt sogar noch einen Vorbereich zur Lohstrasse hin zu, von dem aus über eine grosszügige Loggia die untere Erschliessung erfolgt.
Eine Aussentreppe führt direkt zum Haupteingang im Erdgeschoss. Ein zweiter Zugang zur Schule, aber auch zum Turn- und Werkbereich, erfolgt über eine zweigeschossige Halle, die zum zentralen Foyer im Erdgeschoss führt. Hier befindet sich die zentrale Treppenanlage, über die das darüber liegende Schulgeschoss erreicht werden kann.
Die vier Klassencluster im Obergeschoss sind gut strukturiert und organsiert. Auf der Basis von jeweils drei Klassen, die um einen zentralen Lernbereich angeordnet sind, ist das angestrebte zeitgenössisches Lernkonzept gut umsetzbar. Der Entwurf zeigt nicht nur zusätzliche unterschiedliche Nutzungsvarianten auf, sondern gewährleistet auf Grund der einfachen Tragwerksstruktur auch die Nützlichkeit über Generationen hinaus.
Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge
Für Interessierte besteht die Möglichkeit, alle Projektvorschläge zu besichtigen. Die Pläne und die Modelle der dreizehn eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden in der Turnhalle des Schulhauses Hemmerswil ausgestellt. Die Ausstellung ist am Freitag, 27. Oktober von 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr und am Samstag, 28. Oktober von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich.
Weiteres Vorgehen
Es ist vorgesehen, das Siegerprojekt zur Abstimmungsreife weiter zu bearbeiten. Ein Baustart wird frühestens im Herbst 2025 erfolgen. Bis dahin ist auch die Frage des Schulraumprovisoriums während der knapp zweijährigen Bauzeit zu lösen.
Auskünfte:
Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri
Michael Stäheli-Engel, Schulpräsident
mstaeheli@schuleamriswil.ch
Tel.: 058 / 346 14 00


